Rauchfrei werden - Steuern sparen


Auszug aus der Pressemitteilung:


Neustadt a. d. W. (ots) -
- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter
     http://www.presseportal.de/pm/69585/3530228 -

Ob Verhaltenstherapie, Nikotinpflaster, Akupunktur oder Hypnose -
von der Steuer absetzbar sind die Kosten für diese und ähnliche
Rauchentwöhnungsmethoden unter folgenden Bedingungen:
- Die Kosten werden von der gesetzlichen oder privaten
     Krankenkasse nicht übernommen.
   - Der Raucher kann ein ärztliches bzw. amtsärztliches Attest über
     seine Nikotinsucht vorweisen.


Gut zu wissen: Für verschriebene Arzneimittel, die nicht von der
Krankenkasse ersetzt bzw. bezahlt werden, reicht ein Attest vom Haus-
bzw. Facharzt. Für therapeutische Behandlungen, die Teilnahme an
Selbsthilfegruppen oder Heilkuren muss der Amtsarzt oder der
Medizinische Dienst die Notwendigkeit bestätigen.
Diese Kosten lassen sich absetzen
Bereits 1966 entschied der Bundesfinanzhof, dass Ausgaben zur
Heilung gesundheitlicher und seelischer Schäden infolge des
Missbrauches von Suchtmitteln als außergewöhnliche Belastung gelten
(BFH, VI R 108/66). Seither können auch therapeutische Maßnahmen, die
zur Heilung einer Sucht nötig sind, als außergewöhnliche Belastungen
steuerlich geltend gemacht werden - so auch zur Bekämpfung der
Nikotinsucht. Dazu zählen zum Beispiel:
- Arzt-, Heilpraktiker- und Krankenhauskosten
   - Psychotherapeutische Behandlungen
   - Verschriebene Arzneimittel
   - Nicht rezeptpflichtige Mittel wie Nikotinpflaster
   - Fahrtkosten zum Arzt mit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer
   - Kosten für den Besuch einer Selbsthilfegruppe, wenn die
     Teilnahme aus ärztlicher Sicht erforderlich ist
     (BFH, III R 208/81).
   - Ausgaben für Heilkuren
   - allerdings nur dann, wenn es sich um unmittelbare
     Krankheitskosten handelt, die Kur also zur Heilung und Linderung
     der Sucht notwendig ist und eine andere Behandlung nicht oder
     kaum Erfolg verspricht.
Falls ein Raucher Kosten absetzen will, wofür ein Attest nötig
ist, sollte er zunächst das Attest einholen, erst dann Geld für die
entsprechende Maßnahme ausgeben und schließlich beides - Attest und
Rechnung - der Steuererklärung beilegen.

Web: http://www.vlh.de/presse.html
ots_28217989